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Meine Magersucht

Heute habe ich zwei Mädchen, die in meinem Bus sind über meine Figur reden hören. Ihr müsst wissen das ich sehr dünn für meine Größe bin (1,58 wiege 50kg). Sie beneiden meine Beine, weil ich thigh gap habe, das aber auch zum größten Teil weil ich ein großes Becken habe, sagten das sie es schön fanden das man meine Schulterknochen sieht usw. Sie hatten keine Ahnung was ich alles durchmachen musste. Bevor ich euch von meiner Magersucht, meinen Problemen und Alltag erzähle, will ich etwas von vorne herein sagen. An alle Mädchen draußen, die Pro Mia und Pro Ana werden wollen, tut es euch nicht an. Bitte. Akzeptiert euch so wie ihr seid oder wenn es so schlimm ist, nehmt nur so viel ab, wie es gesund ist. Warum bin ich Magersüchtig geworden? Magersucht ist eine psychische Krankheit, die den Körper als Ausdrucksmittel verwendet. Ich glaube bei den meisten Fällen ist es einfach, dass man sich zu dick fand. Bei mir war es auch wirklich so. Ich war übergewichtig schon seit ich klein bin. Meine Cousins oder Freunden sagte immer aus Spaß zu mir Fettsack, weil ich Essen liebte. Ich nahm es ihnen nicht böse, aber trotzdem nagte es immer an mir. Fettsack war was schlechtes und ich wollte so dünn sein, sodass man nicht mal mehr aus Spaß zu mir sagen konnte. Ich wollte so hübsch wie die Mädchen an meiner Schule sein, ich wollte nicht die Faule Freundin sein, ich wollte in kleinere Größen reinpassen, ich wollte so dringend, dass jemand zu mir aufsah und sagte :"Man ist sie hübsch!" Ich betrachtete mich im Spiegel, suchte meine Problemzonen. Bauch, Po und Oberschenkel. Ich begann mich vor mir selber zu eckeln. Doch wie sollte ich anfangen? Ich ging regelmäßig joggen, doch irgendwie klappte die Ernährung nicht. Ich nahm nicht zu und nahm nicht ab. Das einzige was sich bildete war Ausdauer, was ich übrigens nicht schlimm finde. Jedoch gewöhnte sich mein Körper an das Joggen und irgendwann kam es mir nutzlos vor. Also begann ich mit Fußball. Ich recherchierte im Internet, über gesunde Ernährung und sammelte alles zusammen. Mein Startgewicht war 65kg. Ich aß anstatt Brötchen, Eiweißbrot, verzichtete komplett auf Süßigkeiten, Fast Food (Döner, Pizza, Mecces...), Reis, Nudeln und Kartoffeln. Ich ernährte mich nur noch von Fleisch, Fisch und Suppe und kleine Erfolge haben sich gebildet. Damals wusste ich noch nicht, wie das Enden würde. Als ich jedoch wieder eine Rückfall hatte (Jojo - Effekt) nahm ich alles wieder zu. Ich wurde sauer, traurig und war eine Ziet lang einfach nur genervt. Abnehmen ist zu einem wichtigen Bestandteil in meinem Leben geworden und ich werde ihn auch nicht mehr los. Ich aß während der Schulzeit nichts, vielleicht mal einen Apfel, wenn ich lange Unterricht hatte. Mein Magen grummelte mitten in den Stunden, ich bekam Mundgeruch, weil ich hunger hatte, doch alles war mir egal. Ich zog weite Sachen an, damit niemand meine Figur sah und schottete mich langsam ab. In meinem Kopf herrschte das reinste Zahlenchaos: Kcalrien, Kohlenhydrate, Fett, mein Gewicht, Maßen ... Ich aß nach 17 Uhr nichts mehr, egal wie sehr mein Magen protestierte. Nachts konnte ich nur schwer einschlafen, weil ich Sodbrenne und Krämpfe bekam. Um nicht aufzugeben, habe ich mir immer Bilder von Models angeschaut oder mir Motivationssprüche runtergeladen. Und es half. Nach drei Wochen wog ich 54kg. Ich war glücklich und betrachtete mich jede Sekunde im Spiegel. Aber irgendwie.. ich war immer noch zu dick. Die Bilder von den dünnen Mädchen haben sich in meinen Kopf veranckert, und ich wollte genauso aussehen wie sie. Genauso hübsch und attraktiv. Mir fiel auf, das mein Magen nicht mehr so viel akzeptieren konnte, wie früher. Früher konnte ich eine ganze normale Pizza essen, ohne Bauchschmerzen zu bekommen. Jetzt schaffe ich nicht mal die Hälfte, außer ich habe wirklich gar nichts gegessen. Und es ist nicht nur die Pizza. Fing ich mal wieder an zu naschen, wegen Stress oder anderen Sachen meldete sich mein Magen ununterbrochen. Zuerst nahm ich immer an Armen, Gesicht und Brust ab. Ich habe sehr dicke und breite Knochen. Man sah schon, obwohl ich Normalgewichtig war, meine Wangenknochen, vor allem Schulterknochen und Rippen. Meine Brüste sind kleiner geworden und an meinen Armen hing die Haut nicht mehr komisch runter. Lust zu Workouts hatte ich selten, weil ich beim Fußball schon genug machte. Meine Familie wurde aufmerksam und freuten sich, das ich nicht mehr das Moppelchen war. Manche holten sich sogar Tipps (Wenn ihr irgendwelche Fragen zur Ernährung und so habt, ich bin ein offenes Buch) und meine Freunde. Es war ein wundervolles Gefühl. Überall war zu hören "Woah sie hat voll abgenommen, sie ist so hübsch geworden" Ich wollte mehr. Ab dem Punkt sollte man entscheiden, was man persönlich für hübsch findet und was die anderen sehen wollen. Mein dünnstes Gewicht war 45kg. Es war eine schwere Zeit, weil ich den ganze Tag über Müde war, ich fror im Sommer und war schon nach einem kurzen Spaziergang müde. Auch das Fußball spielen viel mir schwerer. Meine Mutter hat immer wieder versucht mir zu helfen. In eine Klinik wollte ich nicht eingewiesen werden. Klick hat es bei mir gemacht, als ich von dem Model Isabelle Caro erfuhr. Sie ist an Magersucht gestorben. Es war als ob ich aus einem schlimmen Albtraum aufwachte. Leute redeten, wie zerbrechlich ich wirkte, Jungs fanden es nicht mehr schön und vor allem ich fand es nicht mehr schön. Ich bestand nur noch aus Ecken und Kanten. Mein Haut war bleich und alle hing. Ich hatte meine Weiblichkeit verloren. Doch ich konnte nicht einfach so wieder anfangen Süßes zu essen. Ich hatte Angst wieder so dick zu werden wie vorher. Meine Mutter half mir in der Zeit sehr viel. Ich nahm Pausenbrote mit und aß viel Obst. Einmal in der Woche erlaubte ich mir sogar eine Süßigkeit zu essen. Mein Gewicht stieg auf 50 kg an, obwohl das eigentlich immer noch nicht das richtige Gewicht ist, bin ich zufrieden. Mein Gewicht hält sich schon seit einem halben Jahr und ich arbeite immer noch dran einen passenden Lifestyle zu bekommen. Es war eine wichtige Phase in meinem Leben und ich wünsche niemanden so etwas. Esst lieber viel gesundes und last euch von niemanden einreden wie ihr aussehen zu haben sollt. Ihr sollt euch akzeptieren, denn so hat man euch so erschaffen und es gibt genug Leute die euch so lieben wie ihr seid! Ich hoffe ihr versteht ein wenig wie Magersüchtige denken, und wieso sie nicht aufhören können, obwohl sie wissen das es nicht gesund ist.
29.10.14 17:13


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Wird der Charakter heute noch wertgeschätzt?

"Aussehen zählt nicht, nur Charakter!" Das ist mit Abstand eines der größten Lügen, die heutzutage aus den Mündern der Jugendlichen raus kommt. Es gib ein soziales Netzwerk, dass nennt sich Ask.fm. Dort kann man Leute fragen stellen, auch Anonym, und diejenigen beantworten sie dann. Und wenn dann mal eine Frage kommt wie "Wie muss deine Freundin ausshene?", folgt die oben genannte Lüge. Ich bitte euch! Man schaut immer zuerst auf das Aussehen, des Menschens. "Aussehen zieht an, Charakter hält fest." Ich finde es traurig, wie unsere Generation geworden ist. Du traust dich nicht mehr du selbst zu sein, aus Angst, nicht akzeptiert zu werden. Dabei sagt man dir ständig das du, du-selbst, sein sollst. Verrückt. Heutzutage, jedenfalls bei mir, musst du bis spät am Hbf chillen, an Wochenenden auf Partys gehen, dich zum geht nicht mehr besaufen und dich mit Gras vollstopfen. Sowas finde ich persönlich wiederlich. Ich habe ein Mädchen aus meiner Stufe, die man in der fünften noch als einen Jungen nennen konnte. Ich kannte sie vorher schon, weil wir beide Fußball gespielt haben. Sie war witzig, konnte aus den peinlichsten Situationen, unvergessliche Momente machen und war einfach beneidenswert, weil sie sich von niemand etwas sagen lies. In der siebten fing sie an sich zu schminken, was ihr zu beginn überhaupt nicht gestanden hat, und die Haare zu glätten. Baute Kontakt mit den falschen Leuten auf und jetzt wird sie in meiner Stadt als Schlampe abgestuft. Sie betrinkt sich, knutscht mit jedem Jungen rum usw. Und wenn ich heute mit ihr rede, kommt es mir so vor als würde ich mit einer aufgezogenen Puppe sprechen. Sie setzt ein falsche Lächeln auf, kichert nur die ganze Zeit (warum?? Soll das etwa süß sein?) und ist einfach nicht sie selbst. Mir fallen noch mehr Leute ein, aber sie ist das schlimmste Beispiel, was mir zum Thema einfällt. Wir sind alle in diesem Zwang drinnen, dazugehören zu wollen. Es ist wie ein Teufelskreis. Zum Glück bin ich nicht in ihm, denn ich werde nicht meinen Charakter ändern um anderen zu gefallen. Was sagt ihr eigentlich dazu? Findet ihr das gut, wie die Gesellschaft heute ist?
28.10.14 22:12


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